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BURNOUT-SYNDROM

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft, in der sich tagtäglich durch Wettbewerb die Schraube für die Menschen enger dreht, wird das Burnout-Syndrom mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer eins. Das ist auch kein Wunder, denn der Mensch ist nicht für ein solches Lebenstempo geschaffen. Er braucht Balance in seinem Leben, Balance zwischen Beruf und Freizeit, Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen und Balance zwischen Ehrgeiz und Ziellosigkeit. Der Mensch braucht die Verbindung zur Natur, er braucht Abwechslung im Alltag und er braucht die Geborgenheit und den Schutz einer Familie. Bei den meisten Menschen ist keiner der genannten Punkte wirklich gegeben, geschweige denn alle. Aber nur wenn wir uns immer wieder zurück zu uns selbst und zurück auf den Boden bringen, sind wir überhaupt in der Lage längerfristig und in Zufriedenheit Leistung zu bringen.

Oft ist es nur vermeintlich der äußere Anspruch, der an uns gestellt wird. Die wichtigsten Faktoren liegen jedoch in uns selbst. Ist der Mensch zu perfektionistisch und versucht er zu sehr alles unter Kontrolle zu halten, gerät er aus der Balance und verausgabt sich. In Wirklichkeit ist es genau dieser innere Perfektionismus, der Ehrgeiz und die Sucht nach Anerkennung und Bestätigung, die uns immer weiter treibt, bis zur Erschöpfung. Aber was ist der Nährboden für diese Rastlosigkeit? Hier muss angesetzt werden, damit der Mensch wieder zur Ruhe kommen kann, auch ohne Großartiges zu leisten.